Vorab ein kurzer Hinweis: Aus persönlichen und familiären Gründen wird dies für einige Monate der letzte Report sein. Nach jetziger Sachlage hoffe ich, irgendwann im letzten Quartal dieses Jahres wieder „on air“ zu sein, aber muss mal abwarten, wie sich alles entwickelt. Anglerisch gibt es leider wieder nur wenig zu berichten. Der Mai ist hier ja traditionell eine touristische Nebensaison, und die immer noch gestörten Flugverbindungen helfen auch nicht. Der Südost-Monsun verhielt sich bisher lehrbuchmässig, nahm seit etwa dem 10. Mai ziemlich graduell zu, und scheint sich seit ein paar Tagen auf dem üblichen Niveau von etwa 15-17 Knoten einzurichten. Die echten Spitzen sahen wir bisher noch nicht, aber das wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, und auch so liegt die Wellenhöhe bereits nah an 2m. Entsprechend fand das bisschen erfolgte Angelei hauptsächlich entlang der ersten Maiwoche statt. Mervin hatte einen Tag Popping mit einem hart fischenden Schweizer, der einige GTs raiste, aber keinen wirklichen Biss bekam. Und auch der Folgetag beim Jigging am Drop Off verlief eher so mittel. Abgesehen von ein paar wenigen Trollingtrips der selten fischenden Ausflugsboote hatte ansonsten nur Greg auf Topwater ein paar Touren. Poppern brachte dabei einige Bluefin Trevallies und kleinere GTs an`s Licht, aus denen dieser hier etwas herausstach. In so einer Kulisse muss es dann auch kein Riese sein.
Die anderen Disziplinen wie Trolling und Jigging funktionierten ebenfalls, aber die zunehmende Welle nahm natürlich den einen oder anderen Angler frühzeitig aus dem Rennen. Mancher tat dies aber auch selbst: Greg fand und hakte einen Segelfisch für einen Gast, dem ein Solcher bisher bereits ein paar Mal ausgestiegen war. Naja, was soll man auch erwarten, wenn man sich im Drill selbst mit dem Handy filmen muss? Keine Spannung auf der Schnur und Fisch weg, bevor Greg reagieren konnte. Schade, so ein Bild hätte dieser mageren Ausgabe gut getan. Insofern gibt`s zum Abschluss nur noch dieses kleine Album sonstiger Fänge.
Das war`s dann also mal für eine Weile. Ich werde versuchen, das eine oder andere, das mich erreicht, auf der facebook-Seite zu posten, bis dieser Report wieder regelmässig erscheinen kann. Bis dahin, bleibt fröhlich und gesund!
Da sich die Lage im Nahen Osten weiterhin nicht geklärt hat, dürfte es keine Überraschung sein, dass der üblicherweise ja sehr üppige April-Report dieses Mal kläglich kurz daher kommt. Normalerweise eine touristische und anglerische Hochsaison, war diese Zeit diesmal für die Seychellen ein Desaster mit einer nicht enden wollenden Flut an Stornierungen. Besonders hart traf es Mervin, der an sich über den ganzen Monat kaum einen freien Tag hätte haben sollen, aber nun fast ohne jegliche Trips da stand. Eigentlich war es dann nur Volker aus Deutschland, regelmässigen Lesern mittlerweile bekannt, der kurzfristig für einen Familienurlaub kam, und auf vielleicht einen dazwischen gequetschten Tag gehofft hatte. Aber da Mervin nun mehr Zeit hatte, als im lieb sein konnte, waren sie zusammen ein paar Mal auf dem Wasser. Dies zum Teil als Insel- und Schnorchelausflüge, mit ein wenig Angelei für hauptsächlich Volkers kleinen Sohn Kjell, der nun langsam an die Passion seines Vaters heranwächst. Unter Hilfe natürlich, aber der nette Bengel machte sich offensichtlich gut.
Meine Wohnlage erlaubt mir ja einen guten Blick auf die Boote in der Bucht, die zumeist Ausflüge, aber auch immer mal den einen oder anderen Angeltrip zum Trolling fahren. Bei denen gab es aber auch erschreckend wenig Bewegung, und Angelruten waren kaum einmal an Bord zu sehen. Die paar Trips dieser Boote brachten aber zumindest solide Fänge gemischter bunter Tüten der kleineren Pelagischen wie Dorados, Wahoos etc. Etwas lebendiger lief es immerhin für Greg mit einer guten Handvoll Touren, wie so oft über alle hier möglichen Angelarten. Und all diese brachten auch sehr ansehnliche Fänge, wie das folgende Album nachweisen kann.
Ein Bild, das in diesem nicht versinken, sondern allein stehen sollte, ist meiner Meinung nach das Folgende. Der Segelfisch wurde von Greg mit einem Oberflächenköder angeworfen, und wenig später releast.
Die anglerische Qualität war also hier wie üblich gegeben, aber es war halt kaum jemand da, um diese, und das gleichzeitig fast durchgehend ideale Wetter zu geniessen. Da Mervin ja ohne Ende Zeit hatte, war er mit einem seiner langjährigen Spezialgäste, der spontan auf Zuruf erschien, letzte Woche auf einem Cat in den Outer Islands unterwegs, aber litt dort unter einem bereits ziemlich aufgekommenen Südost. Seit Anfang dieser Woche fischt er nun mit einer Truppe Israelis, die es irgendwie hierher geschafft haben, aber prompt wurde das Wetter durchwachsener, und auch die Angelei aufgrund der Strömung schien für seinen Geschmack ein wenig zäh zu sein, obwohl es sich fangseitig gar nicht schlecht anhörte. Bilder dazu habe ich allerdings leider noch keine, vielleicht gibt es diese in der nächsten Ausgabe.
Die früheren Berichte finden sich im Archiv.