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30. September 2022 - Bildcollagen & Alben zum Vergrössern anklicken

Der nun auch schon wieder vergangene September war wetterseitig äusserst wechselhaft, aber bot zumindest phasenweise die Möglichkeit zu fischen. Die letzten, ja halbwegs ruhigen Tage des Augusts setzten sich noch ein bisschen fort, und Brandon hatte auf Unreel einen offensichtlich wirklich netten Trollingtag am 31., zu dem die Infos und Bilder mich leider erst nach Hochladen des Reports erreichten.

Tags drauf sah es am Drop Off bei fast völlig eingeschlafenem Wind allerdings völlig anders aus. Schleppend ging rein gar nichts mehr, und auch beim Jiggen kam ausser diesem allerdings anständigen Whiteblotched Grouper nichts sehenswertes herum.

Die weitgehend gleiche Erfahrung machte Stammgast Jürgen mit Mervin auf Devotion zeitgleich ein ganzes Stück weiter südlich am Drop. Die ausgeprägte Oberflächenaktivität vor allem von Tunen aus der Vorwoche war komplett weg, das Trolling zwischen den Jiggingspots brachte keinen Biss, und auch die Jiggerei war recht zäh. Erst nach längerer Suche fanden wir zumindest hier und da Fisch, aber wirklich Besonderes gab`s nicht. Und natürlich waren die Haie wieder mal ein Problem, sobald Fisch gehakt wurde.

Am Folgetag ging`s in gleicher Besetzung zum Poppern auf GTs, und das war so ziemlich der Spektakulärste dieser Trips, die ich hier je erlebt habe. Von gut 20 geraisten GTs kamen 5 bis ca. 35kg in`s Boot, ein paar gingen noch verloren. Dazu gab es zwei wirklich fette Jobfish, Tune, die hinter dem Popper hersprangen, und natürlich zahllose geraiste Haie, an denen wir irgendwie fast komplett vorbei kamen. Die Aktivität war wirklich irre bis zum frühen Nachmittag, es war kaum zu fassen.

Davon massiv animiert bin ich zwei Tage später los, und 5h hartes Topwater Casting brachten exakt Null Aktion ausser einem auch noch gehakten Hai. Bin dann sehr gefrustet auf mein leichtes Jigging ausgewichen, aber auch dabei gab es nichts zu lachen. Zwar waren gute Fische am Platz, ich hakte ein halbes Dutzend, zu sehen bekam ich davon jedoch nur einen halben Emperor Snapper. Die Haie schnappten sich einfach alles, das grösser als vielleicht 2kg, und damit nicht einfach hochzudrehen war, und am langen Ende waren in 3h auch noch fast ein Dutzend Jigs quitt. Das macht keinen Spass. Am 08. fuhr ich mit Sandro (Frenzy) und dem deutschen Trollingnovizen Thilo zu einem halben Tag Trolling raus.  Vielfalt war überschaubar mit lediglich Tunen, aber bei 10 Stück bis 18kg war der Angler dann doch von der Bissfrequenz beeindruckt. Wenn der dämliche Segelfisch, der eine ganze Weile schnupperte, noch gebissen hätte, wär es richtig gut gewesen.

Also bin ich am Folgetag selbst in die Gegend, um schleppend oder idealerweise werfend vielleicht auch ein paar Tune abzugreifen, und auf den dort manchmal richtig guten, aber meist eher lahmen Plätzen zu jiggen, denn auch dabei war auf Tune zumindest zu hoffen. Allerdings waren diese mittlerweile weg, und die Jiggingspots bis auf zwei gute, aber natürlich von dort sonst nicht vorhandenen Haien geklaute Fische, und eine Handvoll kleiner Grouper und Snapper komplett leer. Am langen Ende musste ich froh sein, beim schleppen zwischen diesen zumindest aus dem einzigen Biss diesen Wahoo abgegriffen zu haben.

An diesem Tag war es auch schon wieder ziemlich rau und dazu regnerisch geworden, so richtig Spass machte das also auch nicht. Mervin hatte zwischenzeitlich sich und die Devotion nach Bird Island verlegt, um dort ein paar Tage mit Stammgast Erez, der sich auf der Insel einquartiert hatte, zu fischen. Das lief von der Frequenz her wie dort zu erwarten sehr gut, aber die wirklich grossen Fische gingen alle verloren, da Erez bekennender Light Tackle Jigger ist, und wie viele Jigs und gute Fische er verliert, ist ihm auch ziemlich schnuppe. Gerade die dort reichlich vorhandenen, und oft richtig grossen Doggies waren einfach an dem leichten Gerät nicht zu halten. Aber Spass hatten sie offensichtlich trotzdem.

Mervin selbst allerdings auf der gut 50SM langen Rückfahrt nach Praslin nicht wirklich, denn der Südost hatte mittlerweile wieder voll aufgefahren, und in den anschliessenden fast zwei Wochen blies es richtig derb mit Spitzen um die 30 Knoten und teils viel Regen.

In den kurzen Phasen, in denen es mal weniger als 20 waren, fuhr er tatsächlich noch zwei Mal für halbe Tage raus - mit dem ja nun grösseren Boot geht das schon, wenn auch nur für wirklich hartgesottene Gäste. Die erste Tour brachte eine ordentliche Ladung Tune in den für`s Plateau üblichen Grössen, die Zweite dann aber einen netten Mix aus allerlei und inklusive Segelfisch.

Etwas erträglicher wurde der Wind erst wieder um den 23. herum, und am folgenden Tag kachelte er dann tatsächlich mit Richard auf dessen Lady C erst nach Mahe, und von dort zum südlichen Drop, um am dortigen Tuna Tournament teilzunehmen. Da draussen waren offenbar mehr als reichlich davon, und etliche der 9 teilnehmenden Boote fingen deutlich höhere Stückzahlen, aber Mervin dann doch, wenn auch sehr knapp, den Siegerfisch mit 33kg. Und dazu dann auch noch auf Popper – Glückwunsch zum Turniersieg!

Ich machte mich auch nochmal auf, um vielleicht doch endlich mal wieder einen GT zu fangen, aber jiggte erstmal bis zur hoffentlich richtigen Tide. Das lief wie immer in letzter Zeit: Kein besserer Fisch war rauszubekommen, und die Haie hatten reichlich neue Jigs gesammelt. Beim Poppern tauchte dann sonderbarerweise kein Einziger auf, aber freundlicherweise der Zielfisch. Ansonsten gab es nur noch eine Fehlattacke, aber es war natürlich trotzdem okay.

Die Tune blieben in der Folgewoche weiter um die Inseln, aber wurden launisch. Mal nahmen sie nur kleinste Köder, die dem reichlich vorhandenen Bait entsprachen, mal nur extrem Grosse, und mal gar nichts. Wenn man den Geschmack traf, liessen sich aber gute Strecken erfischen, wie hier nochmals von Mervin mit über zwei Dutzend an einem halben Tag.

Auch Sandro fischte in der Woche einige Male. Teils Trolling, teils Jigging am Drop. Letzteres war aber eher schwierig, zum einen aufgrund zeitweise nicht vorhandener Aktivität, und zum anderen natürlich wieder aufgrund der nervigen Haie.

Die letzten beiden Tage war es wieder sehr windig, aber die Kommenden sollen freundlich werden, und der dieses Jahr wirklich extreme Südost sollte nun so langsam aushauchen. Hoffentlich.

 

31. August 2022 - Bildcollagen & Alben zum Vergrössern anklicken

Zunächst noch ein Nachtrag zum ja so lausigen Juli: Gerade war der Report raus, da rief mich mein Kumpel Ted an, um zu berichten, dass er in dem ja durchgängig wirklich üblen Wetter tatsächlich einmal draussen gewesen sei. Es war ein einziger , ziemlich hoffnungsloser Kampf mit dem Elementen, und am Ende zogen sie kleine Kreise im geringen Schutz der Sister Islands, aber wurden dabei doch dieses Segelfischs habhaft, den sie nach dem Foto releasten. 

Das erfreute mich gleich doppelt. Des Erfolgs wegen, aber eben auch aufgrund des Zurücksetzens, das sich Ted entlang unserer gemeinsamen Angelei über die Jahre auch zu eigen gemacht hat. Nun aber zu den Geschehnissen des August, die leider wieder einmal eher übersichtlich daherkamen. An Fischmangel lag es nicht, Schuld war wie üblich das Wetter, aber zumindest die erste Augustwoche war halbwegs erträglich, und wurde auch genutzt. Gleich am 1. hatte ich für Andreas aus Österreich eine Trollingtour mit Brandon auf Unreel organisiert, und man war sehr angetan. Neben dem Barracuda kamen noch einige Tune in der Standardgrösse an Bord, während ein richtiger Grosser die Leine sprengte.

Auch die aus dem letzten Report bekannten Uferangler Levi & Sohn fuhren ab Mahe, und waren mit 7 Tunen und einem verlorenen Wahoo sehr zufrieden.

Hier um Praslin hingegen kamen zu diesem Mix aus kleineren Gamefish und bevorzugt Tunen wie bei Greg (Amberjack) und Benoit (Simple Life) auch die Segelfische in die Gänge. JD auf One Love II verbuchte zwei an einem Tag, Bruno (Eve) hatte drei, und auch Mervin neben den Tunen mal zwei nebst dem fetten Barracuda.

Für mehr als Trolling oder auch eigene Trips jenseits eines Einzigen in den La Digue Channel zum mit knapp 40 kleineren Fischen bis 3kg lebhaften, leichten Jiggen waren die Bedingungen aber untauglich. Trotzdem wäre es nett gewesen, wenn es zumindest so weiter gegangen wäre. Dem war aber nicht so, die kompletten zwei mittleren Wochen des Monats waren des Wetters wegen an sich komplett unfischbar. Unter 20kn fiel der Südost nur in den immer wieder durchjagenden Regenfeldern hier und da mal knapp ab, da wollte niemand raus. Abgesehen von Diego und seinem Bruder natürlich, die unbedingt auf GTs poppern wollten. Da Ersterer über Tage quengelte, haben wir es dann mal mit Mervin seinem neuen Boot einen halben Tag probiert, waren aufgrund der See und des Regens durchgehend pudelnass, aber bekamen zumindest diese beiden kleinen GTs in`s Boot, während ein Ordentlicher leider einfach ausstieg.

Ansonsten ging wie gesagt nichts, nichtmal Fliegenfischen. Das Meer hier in der Bucht ist weiter grüntrüb wie Gletscherwasser, insofern und aufgrund der praktisch durchgehenden Bewölkung konnte man Sichtfischen komplett vergessen. Auch vom Hausfelsen war nichts zu machen, da viele der sonst meist nur über Nacht davor ankernden Segelcats rund um die Uhr hier liegen blieben. Jeder bessere Fisch wäre in die Ankerketten gezogen und abgerissen, das muss nicht sein.

Erst die letzte Augustwoche wurde wieder etwas besser, allerdings bedeutete Wind um oder sogar mal knapp unter 15kn dann eben auch wieder Regen. Für Gäste keine echte Motivation, in solchen Bedingungen rauszufahren, und ich weiss auch nicht, was mich geritten hat, es selbst mal mit Poppern auf GTs zu probieren. Dabei kam ziemlich präzise jede Stunde Schauerbänke durch, vor denen der Wind immer mächtig aufbriste, bevor es im Regen wieder abflaute. Die 5h Hardcore-Poppern hätten mir meiner Ansicht nach einen GT wohl verdienen sollen, aber es zeigte sich rein gar keiner, und nur dieser Jobfish brachte eine kurze Aktion. Ein Dutzend Küchenfische während einer zweistündigen Jiggeinlage kamen noch obendrauf, aber wirklich spassig war das alles nicht.

In den vergangenen Tagen gab es immer mal wieder kurze Phasen, in denen der Wind akzeptabel daherkam, aber meist regnete es dann halt wieder dermassen, dass fast allen Charterkandidaten die Lust verging. Zumindest kam zwischen den Schauern manchmal auch endlich mal wieder die Sonne kurz heraus, so dass Sandro ein paar Bilder von einem weiteren, guten Trollingtag mit reichlich Dorados, Wahoo und Tunen knipsen konnte. Allerdings hatten die Haie auch Hunger, und nahmen sích von Letzteren immer wieder welche. 

Auch gestern war es trocken, aber dafür halt wieder sehr windig. Mervin schipperte mit Gast trotzdem zum Drop, sie wurden richtig durchgerüttelt, und zunächst gab es lange Gesichter. Obwohl die Spots laut Echolot voll Fisch standen, ging beim Jigging nichts. Und auch die Verfolgung der Tune samt Anwerfen brachte keine Bisse. Beim Trolling wollten sie aber, er berichtete von gut 20 allerdings nicht Grossen. Dazu gab es noch 6 Wahoos, den fetten Doggie, und ein Marlin auf einen kleinen Lure, der aber das dünne Vorfach sprengte. 

Das war`s auch schon wieder für dieses Mal. Jetzt fahr ich bisschen angeln, denn das Wetter scheint tatsächlich taugen zu wollen.

 

Die früheren Berichte finden sich im Archiv.

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