Dieser nun vergangene Monat brachte die häufigen Wetterwechsel, die hier nun mal im Februar zu erwarten sind, aber alles in allem war es doch freundlicher, als im langjährigen Durchschnitt. Die allerersten Tage waren sogar so ruhig, dass ich in passenderweise idealer Tide endlich mal wieder mit der Fliegenrute das Flat in Grand Anse nach Permits absuchen konnte. Der erste Gang war allerdings ein Schuss in den Ofen mit der Sichtung lediglich eines Zwergs. Am Folgetag in etwas mehr Sonnenschein zeigte sich zumindest dieser Bessere, und liess sich sogar lehrbuchmässig verführen.
Zwei Tage später waren diese dann in guten Stückzahlen zu sehen, und dabei auch kooperativ. Am Ende standen drei Gefangene zu Buche, etwa in der Grösse wie oben bzw. etwas darunter. Nur Grössere zeigten sich nicht, und jeder Plan, diesen nachzusteigen, wurde vom Wetter ausgehebelt, das sich erheblich verschlechterte. Das war ganz und gar nicht im Sinne unseres Stammgastes Jürgen und seines schweizer Kumpels Roger, die aufgrund von Flugverbindungsproblemen ohnehin bereits den ersten von sechs mit Mervin geplanten Angeltagen eingebüsst hatten. Die folgenden beiden Tage am Drop Off waren allerdings nicht nur aufgrund der See ungemütlich, sondern die Fische wollten auch nicht mitspielen. Am Tag danach waren beide krank, am Folgetag hatte dann Mervin das Problem. Und der letzte Tag in wieder unangenehmer See und bei erneut mehr als mauer Bissfrequenz passte auch wieder in`s trübe Gesamtbild. Tatsächlich war die Angelei so lahm, dass es genau dieses einzige Foto gibt. Und als ich Jürgen nach dem besten Fisch der Woche fragte, murmelte er nur etwas von einem Jobfish, der mal kurz in de Bremse gegangen war. Autsch.
Zum Glück erfolgte Besserung auf allen Ebenen ziemlich unmittelbar nach deren Abreise: Das Wetter wurde freundlicher, die Bissfrequenz nahm zu, und die Inseln füllten sich auch wieder mit Touristen. Das ermöglichte Greg in der folgenden Woche eine ganze Reihe angeltechnisch gemischter Touren auf dem Plateau und am Drop mit passablen Resultaten.
Auch die Trollingboote kamen wieder zu Ausfahrten, allerdings mit sehr wechselhaften Fängen. An manchen Tagen lief es arg zäh, und an anderen richtig gut mit den üblichen bunten Tüten und auch Segelfischen. Letztere scheinen für diese Jahreszeit in ungewöhnlich guten Zahlen hier unterwegs zu sein, Mervins Gäste fingen an einem Tag gleich drei auf Jigs. Leider gibt es davon keine Bilder im folgenden Album.
Er fuhr quasi Tag über Tag raus, und jonglierte die Touren dabei flexibel zwischen den gut fischbaren und den gelegentlichen nassen und windigen Tagen. Am Mittwoch berichtete er von sehr lahmem Jigging, aber vier Tunen und einem kleinen Marlin auf Stickbait, während ein Grösserer den Köder im Sprung los wurde.
Mervin erzählte auch, dass sie an vielen Plätzen die grossen Doggies unter dem Boot sehen konnten, aber Attacken kamen kaum. Da war er gar nicht froh, dass bei diesen die Fische meist die Überhand behielten. Aber nicht alle.
Im Grossen und Ganzen war es also kein ganz so schlechter Februar, wie wir ihn zuletzt doch öfter erlebt hatten. Der März sollte nun nicht nur stabileres Wetter, sondern dazu auch mehr Charters bringen - ich werde berichten.
Die früheren Berichte finden sich im Archiv.