Reports März 2026

31. März 2026 - Bildcollagen & Alben zum Vergrössern anklicken

Die letzte Ausgabe schloss ja mit einem optimistischen Ausblick auf den nun vergangenen März, aber die Entwicklung in Nahost liess diese Perspektive buchstäblich in Rauch aufgehen. Da rund 60% der Flugsitze hierher vom „Sandkasten“ ausgehen, ist der Effekt auf unseren Tourismus massiv. Und dazu werden die Hälfte der restlichen Sitze nun auch noch wegfallen, da wie jedes Jahr einige Fluglinien zum Ende des Winterflugplans ihre Flüge über die Sommersaison einstellen, und erst wieder im Herbst hierher fliegen. Sicher in Richtung unserer Kernmärkte geht es hier dann nur noch über Kenia oder Äthiopien – beides nicht unbedingt attraktive Optionen für Urlauber, und dazu auch mangels Alternativen aktuell unverschämt teuer. Da sind dann auch die paar Flüge von Air Seychelles mit ihren kleinen Maschinen samt Tankstopps in Ägypten, sowie mit dem von Etihad angemieteten Grossraumflieger nach Paris eher bloss ein Tropfen auf dem heissen Stein. Insofern erleidet die gesamte Tourismusindustrie, die ja quasi unsere einzige ist, gerade einen kontinuierlichen Strom von Stornierungen – und dies zu einer der umsatzwichtigsten Perioden des Jahres. Aber dies ist natürlich nicht das einzige Problem, denn der allergrösste Teil unserer Importe, von Nahrungsmitteln bis zur Energie, kommt aus der Golfregion. Und wieder einmal zeigt sich, wie verletzlich und abhängig dieser wunderbare Ort von Entwicklungen ist, die wir in keiner Weise beeinflussen können – alles ziemlich bedrückend gerade. Nun aber zur Angelei, die natürlich auch beeinflusst wurde: In den ersten Märztagen hatten wir erneut David zu Gast, der schon einmal mit Stammgast Armin hier gefischt hatte. Zu seinem ersten Trip am 3. Richtung Drop Off mit Mervin kam seine Frau mit an Bord, starke Strömung machte die Jiggerei schwierig, und das Wetter war auch so, dass seine Begleitung das nicht nochmal mitmachen wollte.

Für seine beiden anschliessenden Touren brachte Mervin ihn mit Oren zusammen, der in den Tagen zuvor mit ihm gefischt hatte. Am 4. war das Wetter kaum besser, aber zumindest die Angelei ein wenig, und sie fanden ein paar mehr dieser allerdings doch eher kleinen Tune.

Tags drauf kam ich dann mal mit, hatte deutlich besseres Wetter dabei, und auch die Angelei war ansprechend: kaum kleineren Fische, sondern fast nur Vorzeigbare, und dazu auch nur wenig Haiärger. Das war ein wirklich netter Trip.

Von da an war allerdings Zwangsurlaub für Mervin angesagt, und den anderen Booten ging es kaum besser. Nur Greg hatte noch eine nennenswerte Zahl an Ausfahrten. Ein paar davon für und mit Jan aus Deutschland, der als Neuling in der tropischen Meeresangelei neben anderen bestaunten Fischen auch einen GT auf Popper erwischte, und sich als nun gründlich infiziert bezeichnet. So etwas hören wir natürlich gern.

Weniger Glück hatte Wiederholungstäter Matthias am 11. Wie vergangenes Jahr fiel die Oberflächenaktivität beim Poppern sehr mau aus, aber beim allerletzten Wurf kam dann doch zumindest noch ein Bluefin Trevally an`s Band, und rettete damit diesen halben Tag. 

Völlig anders wiederum lief es für Julien, den ich ebenso für einen halben Tag Poppern mit Greg am 18. aufgesetzt hatte. Nach 3 Bluefin Trevallies und 2 GTs war der natürlich vor Begeisterung ausser sich.

Mervin hatte Richtung Monatsende dann doch nochmal die eine oder andere Tour, und schickte diese Bilder.

Und wieder Greg fischte in diesen Tagen mit seiner deutschen Stammgasttruppe. Um die Inseln gab es einige Fänge, und da das Wetter richtig freundlich geworden war, ging es auch zum Drop. Dort fanden sie weiterhin die starke Strömung vor, aber auch eine sehr gute Bissfrequenz. Allerdings hatten sie, egal wo sie es probierten, die gerade wieder mal hyperaktiven Haie an den Hacken. Somit wurden fast alle besseren Jigging-Fische, die sich aus der Tiefe nicht einfach hochpumpen liessen, abgefressen, und die Jigverluste gingen auf keine Kuhhaut. Aber dieser Segelfisch nahm den Jig weit oben, und auch das Werfen mit Oberflächenködern sorgte Dank der Dorados für jede Menge Spass. 

Am Sonntag war Greg dann mit einer amerikanischen Familie unterwegs, die dabei anglerisches Neuland beschritt. Da kamen dann auch gleich mal 2 Segelfische gleichzeitig an die Köder und wurden releast, der anschliessende Traum von einem Wahoo erfüllte sich ebenfalls, und dazu auch noch der Wunsch nach einem Dorado für`s Abendessen.

Also wie üblich kein Mangel an Fisch hier. Aber wenn im Sandkasten auf Sicht keine Vernunft einkehrt, werden wir irgendwann froh sein, hier insofern noch etwas zu futtern zu haben.

 

Die früheren Berichte finden sich im Archiv.

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